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Generation Y: Uneins, aber loyal

In der Talkrunde „Die Generation Y erklärt sich selbst“ auf dem Deutschen Sparkassentag 2016 zeigten sich die jungen Leute zwiegespalten, wie Bankberatung in der Zukunft aussehen sollte. Nur in einem waren sich alle einig: Die Generation Y ist entgegen aller Mythen sehr loyal. Wer sich einmal gut beraten fühlt, bleibt seinem Kreditinstitut treu.

Für Philipp Riederle, Student und Unternehmensberater, sollte ein Bankberater von überall erreichbar sein. Eine Filiale brauche es dafür nicht: „Wir beantworten die großen Fragen unseres Lebens mit Google – glauben Sie, wir trotten zu Ihnen in die Filiale, damit Sie uns dann das erklären, was wir eh schon im Netz recherchiert haben?“ Stattdessen solle ein Bankberater Interesse für das bereits vorhandene Wissen des Kunden zeigen, um dann individuell darauf einzugehen. Damit ich von ihm Dinge lernen kann, die ich selbst nicht weiß, so Riederle.

Lara Hildebrandt und Tobias Stief, Auszubildende der Sparkasse Göttingen und in der S-Spot- Filiale tätig, haben in ihrer täglichen Arbeit einen anderen Eindruck gewonnen: „Viele junge Leute wissen gar nicht, was sie mit ihrem Geld machen können. Ihnen das zu zeigen, ist unsere Aufgabe“, sagt Tobias Stief. „Und inzwischen haben wir sogar das Luxus-Problem, dass wir zu viele Kunden haben“, ergänzt Lara Hildebrandt.

Felix Finkbeiner, Schüler und Umweltaktivist, verlangt von einer Bank, dass sie sein Geld in Bereichen anlegt, die ihm wichtig sind – erneuerbare Energien etwa oder andere nachhaltige Projekte. „Die Sparkasse ist, was Nachhaltigkeit angeht, schon sehr weit voraus. Man bekommt nur leider viel zu wenig davon mit“, so Finkbeiner.