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Big Data soll den Menschen nutzen

Das Thema Big Data ist für die meisten Menschen noch immer eine Variable mit vielen Unbekannten. Eine einfache, aber weitreichende Formel dafür könnte lauten: Chancen nutzen, ohne den Schutz der Verbraucher zu vergessen. Darauf einigten sich die Teilnehmer des Expertenpanels „Digitaler Datenbrunnen – Big Data auf dem Vormarsch“ auf dem 25. Deutschen Sparkassentag.

Viele Menschen wissen nicht, was mit ihren Daten passiert, die sie oft unbewusst preisgeben. „Sehr viele Kunden geben den Sparkassen ihre privaten Daten freiwillig. Wir nutzen sie, um ihnen das Leben einfacher zu machen“, sagte Prof. Michael Ilg, Vorsitzender der Geschäftsführung der DSV-Gruppe. Ein Verkauf etwa komme für Sparkassen nicht infrage, so Ilg: „Wir verwahren die Daten sicher zum Wohl unserer Kunden.“

Diesen Ansatz unterstrich auch Dr. Oliver Bohl, Head of Digital Business Development von Payback: „Die Daten helfen Unternehmen wie den Sparkassen, sehr genau und sehr präzise zu beraten.“ Der verantwortungsbewusste Umgang mit Daten müsse jederzeit Grundlage für deren Nutzung sein, forderte Autorin Juli Zeh: „Sicherlich sollten wir die Daten für uns nutzen. Aber wir brauchen auch eine tätige Politik, um ihren Schutz zu gewährleisten.“ Zu oft werde die individuelle Mündigkeit der Verbraucher überschätzt.

Indes hinterfragte Klaus Bollhöfer, Chief Data Scientist von The Unbelievable Machine Company, einen „zu ängstlichen Umgang“ mit dem Thema Big Data: „Wir sollten uns nicht die großen Chancen nehmen.” Im Grunde gehe es darum, etwas besser zu machen und für unsere Bedürfnisse zu optimieren, betonte er. Zudem müsse Deutschland international konkurrenzfähig bleiben.