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Die Filiale der Zukunft bleibt ihren Kunden nah

Die Sparkassen-Filiale bleibt ihren Grundsätzen Vertrauen und Sicherheit auch in Zukunft treu. Das ist das Ergebnis der Talkrunde „Die Filiale ist tot. Es lebe die Filiale.“ auf dem Deutschen Sparkassentag 2016. So wird die Filiale immer ein wichtiger Anlaufpunkt für die Kunden sein – wenn auch unter anderen Voraussetzungen.

Die Sparkasse Duisburg bündelt laut ihrem Vorstandsvorsitzendem Dr. Joachim Bonn künftig Kompetenzen in großen Flagship-Filialen – und wird die Gesamtfilialzahl bis 2022 halbieren. Der Kunde soll selbst entscheiden können, ob er seinen Berater im Videochat treffen möchte oder in der Filiale. Die Hamburger Sparkasse setzt auf Begegnung, so Vorstandssprecher Dr. Harald Vogelsang. Das Institut möchte den jeweiligen Stadtteil in der Filiale erlebbar machen, Treffpunkte für Kiez-Initiativen anbieten sowie Unternehmen die Chance geben, sich in den Filialen zu präsentieren.

Für deutlich kleinere Filialen plädiert Reinhard Sager, Präsident des Deutschen Landkreistages. Auch in Zukunft sollen im ländlichen Raum gut erreichbare Filialen mit kompetenten Mitarbeitern bestehen. Claus-Peter Praeg, Experte für die Finanzbranche beim Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, sieht in der Filiale nur dann eine Zukunft, wenn Kunden dort Erfahrungen machen können, die online nicht möglich sind – zum Beispiel persönliche Unterstützung durch einen kompetenten Berater.