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Automatisierung hin, Regulierung her: Mensch bleibt entscheidender Faktor

Automatisierung und Regulierung nehmen weiter zu, am Ende bleibt aber immer noch der Mensch entscheidend. Das war ein zentrales Fazit des Themenforums „Menschliche Entscheidungskompetenz versus mathematische Systeme“.

Bei der Regulierung sei die Gläubigkeit an quantitative Verfahren und mathematische Modelle aus dem Ruder gelaufen, kritisierte Michael Breuer, Präsident des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbands. Stattdessen wäre es wichtiger, stärker auf die Strukturpolitik zu achten. Es komme darauf an, ein System mit kleinen und großen Instituten zu erhalten, mit dezentralen und subsidiären Strukturen.

Die menschliche Komponente brachte Alfred Hartmann, Präsident des Verbandes Deutscher Reeder ins Spiel: Erst durch gute Kenntnis des Kunden entstehe eine persönliche Beziehung. Eine zu starke Regulierung sieht Hartmann ebenfalls kritisch. „Dass man mit einer Papierflut das System sicherer machen kann, glaube ich nicht.“

Auch wenn es immer bessere Kontrollsysteme und immer mehr Regeln gebe, sei am Ende doch noch der Mensch verantwortlich für eine Entscheidung, betonte Gunter Dunkel, Vorsitzender des Vorstandes der Norddeutschen Landesbank. Auch Dr. Korbinian Ibel, Generaldirektor bei der Europäischen Zentralbank, betonte die menschliche Komponente: Um aus Daten Informationen zu gewinnen, brauche es Intuition. „Ansonsten hat man nur Datenfriedhöfe.“